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"Wir haben es satt"-Demo in Berlin, Doku "Roundup - der Prozess" vorgestellt

Am Samstag, dem 20.01.2017 gingen wieder zehntausende Menschen in Berlin für eine zukunftssichere, also ökologisch-soziale Landwirtschaft auf die Straße. Die Route führte dieses Jahr erstmals vom Hauptbahnhof am Tagungsort der Konferenz der europäischen Agrarminister vorbei zum Brandenburger Tor. Das deutsche Fernsehen berichtete ausführlich.

Wie in den vergangenen Jahren waren wir wieder mit aussagekräftigen Botschaften vertreten. In diesem Jahr machten wir mit "Gentech und Pestizide - Bauernfeind und Bauerntod" und "Landverpächter! Kündigt den Pestizidspritzern!" explizit auf die agrochemische Tretmühle und den Zusammenhang zwischen Protagonisten und Ermöglichern aufmerksam. Zusammen mit 33.000 anderen Konsumenten, Bauern und engagierten Umweltschützern zeigten wir, wie satt wir Agrarindustrie haben.

Die von konventionellen Landwirten, Vertretern des sogenannten Deutschen Bauernverbandes und Gentechnikbeführwortern im letzten Jahr initiierte Gegendemonstration fand dieses Jahr nicht statt. Man wolle sich auf die lokale Stärke stützen und gäbe daher kleineren Veranstaltungen den Vorzug. Im Zuge dessen wollte Bauernverband und der von diesem offenbar von den Segnungen der pestizidbasierten industriellen Landwirtschaft "überzeugte" Imkerverband gemeinsam in Schwerin "zur Unterstützung der Initiative <Wir machen euch satt! 4.0> am 20.01.2018 von 10-13 Uhr unter dem Motto <Deutschland blüht auf!> ... mit Verbrauchern darüber ins Gespräch kommen, welche Leistungen die Landwirte in M-V zur Biodiversität erbringen." Ob ein Bio-Landwirt als Vizepräsident und Blumensamenpäckchen für die "Verbraucher" überzeugen und von den Schäden durch die Agrarindustrie ablenken können?

Im Zuge der Vorveranstaltungen der von der Zivilgesellschaft getragenen "Wir haben es satt"-Demo stellte die Filmemacherin Marie-Monique Robin Ihren neuen Film "Roundup - der Prozess" vor. Sie beschreibt darin die Auswirkungen des auch bei uns vor Ort ausgebrachten Ackergiftes Glyphosat auf die menschliche Gesundheit, die Bodengesundheit und die Tiergesundheit. Das mit dem Film dokumentierte "Monsanto-Tribunal", welches 2017 stattfand, soll die Etablierung des Verbrechens des Ökozids im internationalen Recht verankern und Gerichte unterstützen, Prozesse gegen internationale Agrochemiekonzerne und deren Produkte zu führen.

Termine

Derzeit bieten wir keine Termine an - im Frühjahr geht es weiter!

Presse- und Medienspiegel

TAZ: "Agraraktivist über Ökobauern: Biounternehmer sind keine Träumer“, Leonie Sontheimer, 14.02.2018.

Süddeutsche Zeitung; "So kann die Distel das Glyphosat ersetzen", Ulrike Sauer, 05.02.2018.

Augsburger Allgemeine: "Glyphosat und "Neonics": Der Bienentod lauert im Rapsfeld", Uli Bachmeier, 01.02.2018.

FAZ: "Die Turbolandwirtschaft stößt an die Grenzen der Natur", Jan Grossarth, 30.01.2018.

NDR Niedersachsen: "Fluch oder Segen: Streit um Einsatz von Glyphosat", Michael Orth, Audio, 25.01.2018.

TAZ: "Die Freunde und Feinde der Bauern: Der große Irrglauben", Jost Maurin, 19.01.2018.

Jahrestagung Pflanzenschutz in Rostock: Umdenken für's Fernsehen. Sehen Sie den Beitrag des Nordmagazins vom 06.12.2017.

EXAKT: "Umstrittenes Glyphosat: kranke Tiere und Landwirte?" 06.12.2017.

EXAKT: "Wie wächst ein (konventionell pestizidbasiert angebauter) Weihnachtsbaum?", 06.12.2017.

TAZ: "Viele Bauern sind Glyphosat-Junkies", Jost Maurin, 02.12.2017.

WELTjournal: "Glyphosat - Argentiniens kranke Kinder", 29.11.2017.

Special: "Apokalypsen Twist", Ausschnitt aus der ZDF Satire-Show "Mann, Sieber" vom 28.11.2017.

Süddeutsche Zeitung: "Artenschutz muss cool werden", 28.11.2017.

Die Zeit: "Glyphosat: Ein deutscher Triumph? Nicht wirklich", 28.11.2017.

Süddeutsche Zeitung: "Schmidts Ministerium hat Glyphosat-Alleingang monatelang vorbereitet", 28.11.2017.

Die Zeit: "Glyphosat: Pflanzengift-Saga ohne Happy End", 27.11.2017.

TAZ: "Mitgift für die Große Koalition", 27.11.2017.

TAZ: "Wieviel Krebs darf's denn sein?", 09.11.2017.

Die Zeit: "Gesündere Landwirtschaft beginnt mit uns", Die Zeit, 05.11.2017.

Schrot&Korn: "Weihnachtsbaum ohne Gift", Ausgabe 11/2017.

Heise/Telepolis: "Trügerische Sicherheit - Wissenschaftler drängen auf effektive Langzeitüberwachung von Pestiziden in der Umwelt", Bernd Schröder, 03.10.2017.

ARD Mediathek: "Auf Kosten des Menschen", 16.07.2017.

Meldungen

"Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft" gegründet

Endlich, das war lange überfällig: Bio-Anbau und "konventionell" Gift ausbringende Industriebetriebe sind unvereinbar, da das Gift des Einen nicht vor dem Acker und den Ackerfrüchten des Anderen halt macht. Auf der Messe BIOFACH in Nürnberg stellte sich am 14.02.2018 das Bündnis "Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft" vor, welches zur Gründung aus 23 Bio-Produzenten und Anbauern besteht. Die Hoffnung ist, dass neben der zivilgesellschaftlichen nun auch die ökonomische Dimension mit ins Boot kommt – und somit die politische Wirksamkeit verbessert wird. Denn über eine Million Unterschriften und zehntausende Menschen auf der Straße haben bisher Wille zur Veränderung gezeigt - die Politik folgt jedoch anderen Maximen ... . Lesen Sie das Interview der TAZ mit Johannes Heimrath, dem Initiator des Bündnisses.

Schwerin erwägt Glyphosatausstieg

Wie aus einem Antrag der SPD-Fraktion vom 15.01.2018 hervorgeht, wird ein erster Schritt hin zu einer pestizidfreien Stadt Schwerin erwogen. Auswirkungen könnte der Antrag auch auf Gemeindeflächen im Bereich Lübstorf haben. Eine Ergänzung des Antrages von Karsten Jagau (Aktion Stadt und Kulturschutz), Verstöße gegen die neue Regelung mit Bußgeld von bis zu 250.000 € zu würdigen, wurde mit der Begründung abgelehnt, dass das LALLF-MV bei Verstößen handeln könne. Wie die Praxis aussieht zeigt eine Anfrage der Grünenfraktion. Ein Verstoß gegen das Pflanzenschutzgesetz (Spritzen bei zu hoher Windgeschwindigkeit, auf Nichtkulturland etc.) wird mit einem Bußgeld von maximal 270 € geahndet. Dies betrifft pestizideinsetzende Betriebe, die allein an EU-Fördermitteln jährlich Einnahmen im Millionenbereich verzeichnen können.

Sonderausschuss nimmt Zulassungsbehörden unter die Lupe

Wie aus einer Presseerklärung der Grünen im Europaparlament hervorgeht, hat die Konferenz der Vorsitzenden der Fraktionen im Europäischen Parlament am 18. Januar 2018 einen Sonderausschuss beschlossen. Dieser soll die verlängerte Zulassung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat und die generelle Zulassung von Pestiziden in der Europäischen Union untersuchen. Ska Keller, Vorsitzende der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament, begrüßt den Erfolg des öffentlichen Protests: „Es ist auch der Erfolg der Umweltschützer, Aktivisten und des öffentlichen Protests, dass die undurchsichtigen Zulassungsverfahren für Glyphosat und andere Pflanzenschutzmittel untersucht werden. Der Sonderausschuss muss die Europäischen Agenturen für Lebensmittelsicherheit und Chemikalien (EFSA, ECHA) genau unter die Lupe nehmen und die unrühmliche Rolle des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) aufarbeiten. Aufgabe des Sonderausschusses wird sein, genau zu beleuchten, inwieweit wissenschaftliche Standards oder Interessen der Agrarkonzerne die Entscheidung der Verantwortlichen lenken.“

Veranstaltungen

NABU Angermünde startet Wanderausstellung „Irrweg Pestizide“

Die 13 großen Tafeln geben umfangreiche Informationen für Laien und Fachkundige: So werden insbesondere die Gründe für die Stagnation beim Status quo aufgezeigt: gewaltige finanzielle Macht weniger, das Zurückhalten relevanter Informationen vor vielen. Die Folgen der flächendeckenden Pestizidanwendungen auf Boden, Tiere, Pflanzen und Menschen werden eingehend mit Text und Bild beschrieben.

Die Ausstellung „Irrweg Pestizide“ ist zunächst bis Mitte Juni 2018 im Brandenburger Landtag in Potsdam zu sehen, danach tourt sie durch weitere Städte Deutschlands.

In eigener Sache

Unser Wohnzimmer zierte Weihnachten 2017 eine Korktanne - die nach anderthalb Wochen anfing, munter zu treiben. Nur mit regelmäßiger Wassergabe, ohne Wurzelballen.


Meldungen: Archiv

"Leben ohne Ackergift - das unbeugsame Dorf im Vinschgau" - Dokumentation über den "Malser Weg" ausgestrahlt

Die Dokumentation "Leben ohne Ackergift - das unbeugsame Dorf im Vinschgau" begleitet die südtiroler Pestizidrebellen aus Mals auf ihrem Weg hin zu einer giftfreien Landwirtschaft. Mutmachende Momentaufnahme.

55 Jahre "Stummer Frühling" - Jahrestag des Erscheinens des Umwelt- und Naturschutzklassikers

Am 27.09.2017 jährte sich zum 55. Mal das Erscheinen des Buches "Silent Spring" von Rachel Carson. Die Amerikanische Wissenschaftlerin und Buchautoren gilt als die Begründerin der internationalen Umweltbewegung und Ihr "Stummer Frühling" als die Initialzündung für die gesellschaftliche Diskussion über die Folgen der Nutzung chemisch-synthetischer Pestizide. Carson beschreibt in Ihrem Buch eindrücklich, warum die Gifte hergestellt und eingesetzt werden und warum Politik und Industrie wenig an der Offenlegung der Schattenseiten der Pestizide interessiert sind.

Ihr Buch führte 1962 zu einem Ruck durch die USA und später auch zu kritischen Stimmen in Deutschland. Vor Veröffentlichung des Buches wurden Auszüge im Magazin Der New Yorker veröffentlicht - in Deutschland druckte Der Spiegel mehrfach Textpassagen ab und nahm auch noch Jahre später darauf Bezug.

Der Tannenhof ehrte Rachel Carson bereits 2015 durch die Einrichtung des "Rachel-Carson-Weges", der nun die verschiedenen Blühflächen und den Beobachtungsturm auf der "Beobachtungsfläche" verbindet. Besucher sind jederzeit willkommen!

Pestizidfreie Kommune Rostock verbietet Glyphosat auf Grünflächen

Wie das Nordmagazin sowie die Ostseezeitung berichtet, hat Rostock als erste Kommune in Mecklenburg-Vorpommern den Einsatz des Ackergifts Glyphosat, wie auch aller anderen Pestizide auf kommunalen Flächen verboten. Wann folgt die Landeshauptstadt und Touristenhochburg Schwerin dem positiven Beispiel der maritimen Metropole? Ein Anfang wäre es, die Schweriner über den Vorstoß der Rostocker in Kenntnis zu setzen ... .

Es bleibt die Frage, warum sich ein kleines Land wie Sri Lanka gegen den Druck der Agrarindustrie behaupten kann und Glyphosat bereits verbot, während in Deutschland das Gift lediglich Koalitionsverhandlungen erschwert ... .

Das es auch in Deutschland - und schnell - geht, zeigen die zahlreichen Gemeinden außerhalb Mecklenburg-Vorpommerns, die Pestizideinsätzen "Tschüss" sagen:

 

Glyphosat: UN-Sonderberichterstatter fordert Schutz der Kinder - Industrie fordert Schadenersatz

Der UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte, gefährliche Substanzen und Abfälle fordert in seinem in der FAZ veröffentlichten Plädoyer einen wirksamen Verbot gefährlicher Substanzen wie Glyphosat, um insbesondere besonders gefährdete Menschen zu schützen. Kinder wüchsen „mit einem Schadstoffcocktail aus Unkrautvernichtern, Insektiziden und Fungiziden auf“, die Kinderärzte bereits als „stille Pandemie“ bezeichneten. Da Kinder bisher im Zulassungsprozess keine Rolle spielen, obwohl sie im Verhältnis zu ihrer Größe sehr viel mehr äßen, atmeten und tränken als Erwachsene. Daher seien auch „geringe Einwirkungen im Kindesalter“ mit irreversiblen Gesundheitsschäden verbunden, die jedoch in den meisten Fällen nicht mit der Pestizidexposition in Verbindung gebracht werden könnten – was die Verantwortlichen regelmäßig der Verantwortung entzöge.

Unterdessen droht die agrochemische Industrie mit milliardenschweren Forderungen, sollte Glyphosat nicht weiterhin zugelassen bleiben. Wie der Tagesspiegel berichtet, sind bereits im Oktober Mitteilungen von Monsanto und anderen Unternehmen bei der Kommission eingegangen, in denen von "Rechtsverstößen" und entsprechenden "Rechtsfolgen" die Rede ist. Bis zu 15 Milliarden Euro seien möglich, was in etwa der Summe entspräche, die Deutschland jährlich an die EU einzahlt.

An Glyphosat werden sich die Fragen entscheiden, was redliches unternehmerisches Handeln, was unverantwortliche Machtspiele auf Kosten der Gesundheit und Zukunft sind. Glyphosat ist gleichsam Sinnbild eines verindustrialisierten Nahrungsanbaus als auch der Möglichkeiten, wie Menschen und gesunder Menschenverstand Einfluss nehmen kann: Weit über eine Million Menschen sprachen sich in 2017 in der größten bisherigen EU-Bürgerinitiative gegen Glyphosat aus, das demokratisch legitimierte EU-Parlament hat einer Zulassungsverlängerung bisher nicht zugestimmt

Pestizide: Besonders schutzbedüftige Zonen sind hochgradig kontaminiert

Die die Schweizer Richtlinien zum Einsatz von Pestiziden definieren "sensible Zonen" - dies sind von der Bevölkerung stark frequentierte bzw. insbesondere von gefährdeten Personengruppen aufgesuchte Bereiche. Hierzu zählen Kindergärten, Schulhöfe und Kinderspielplätze, sowie Parks und Grünflächen von Pflegeeinrichtungen. 

Die Kampagne "saubere Luft", die vom Umweltinstitut München initiiert wurde, fand ein jähes Ende, nachdem die Plakatierfirma eine nicht präzisierte "rechtliche Drohung" erhalten hatte. Indes geht der Kampf der Südtiroler gegen die pestizidbasierte industrielle Landwirtschaft weiter.

Der südtiroler Dachverband für Natur- und Umweltschutz ist zusammen mit dem Pestizid Aktions Netzwerk (PAN) Europa der Frage nachgegangen, inwieweit derartige Bereich durch Abdrift und Verfrachtung von Pestiziden kontaminiert sind. Hierzu wurden im Mai 2017  insgesamt 71 Kinderspielplätze im Obstbaugebiet Südtirols (zu welchem auch die Gemeinde Mals zählt) auf das Vorhandensein von Pestizidrückständen untersucht.

Bei 29 der Spielplätze wurden Pestizide in Grasproben nachgewiesen. Dabei waren einige Flächen mit bis zu vier verschiedenen Pestiziden kontaminiert und 34 % der Flächen weiter als 50 m von Pestizid-Zielgebieten entfernt. Die gefundenen Konzentrationen lagen zum Teil recht deutlich über den von der EU zulässigen maximalen Rückstandswerten für gebräuchliche Lebensmittel. Lesen Sie den umfangreichen Bericht zur Untersuchung, bzw. das Resümee.

Dienstaufsichtsbeschwerde gegen deutsche Glyphosat-Zulassungsbehörde

Das von der Zivilgesellschaft getragene Umweltinstitut München reichte am 10.10.2017 Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Präsidenten des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel ein.

Nachdem bereits in der jüngeren Vergangenheit der Bericht "Glyphosat und Krebs: Systematischer Regelbruch durch die Behörden" unverantwortliche Verschleierungstaktiken des BfRs in Bezug auf den Glyphosat-Zulassungsprozess aufdeckte, unterstreicht und erweitert ein aktuelles  Gutachten des Plagiatsprüfers Dr. Stefan Weber (Kurzbericht) die Vorwürfe. So bestätigt das Gutachten, dass das BfR wesentliche Teile seiner Bewertung der Gesundheitsgefahren von Glyphosat direkt aus dem Antrag der Herstellerfirma Monsanto abgeschrieben hat.

Während EU-Abgeordnete bereits einen Untersuchungsausschuss fordern kommt Bewegung in Landwirtschaft: Mit dem Druck der Verbraucher im Rücken wollen Molkereien keine Milch mehr von Glyphosat einsetzenden Bauern annehmen: eine kurze Reportage des Bayerischen Rundfunks nimmt darauf Bezug. Die Großmolkerei Brechtesgardener Land hat unterdessen den sie beliefernden Bauern den Glyphosatgebrauch verboten.

Die bisherige Chronologie des Glyphosat-Zulassungsverfahrens finden Sie hier.

Interessierte Bürger informierten sich über Blühwiesen und die Auswirkungen der pestizidbasierten Landwirtschaft

Bei insgesamt vier Führungen, die im Juni bis August auf der "Beobachtungsfläche" des Tannenhofs stattfanden, informierten sich Familien und ökologisch interessierte Bürgerinnen und Bürger über die Anlage und Pflege von Blühflächen. Neben Fragen zum ökologischen Nutzen wurden auch die Auswirkungen von Pestiziden auf Flora und Fauna anhand aktueller Beispiele diskutiert. Die vom Tannenhof Meißer geschaffenen und  im Rahmen der Inititative "BienenBlütenReich" geförderten Blühflächen standen im Juli und August in voller Blüte und halfen so, die sommerliche Trachtlücke zu schließen. Neben unseren Bienen erfreuten sich auch zahllose Libellen, Wildbienen und Hummeln der nektarspendenen Blütenpracht.

Durch eine angepasste Mahd soll die Blütenvielfalt auch im nächsten Jahr gesichtert werden. Besucherinnen und Besucher haben auch weiterhin die Möglichkeit, die "Wildheit" des Blütenmeeres zu erkunden. Die Blühflächen sind weiterhin rund um die Uhr frei begehbar. 

Übrigens: Blumen, Wildgräser und Leguminosen auf dem Feld sind nicht nur Lebensraum und Blickfang, sondern verbessern nachhaltig Boden und Bodenstruktur. Wer "wilde Zonen" schafft, ist Saatkünstler.

Glyphosat und Krebs: Systematischer Regelbruch durch Behörden

Der aktuelle Bericht "Glyphosat und Krebs: Systematischer Regelbruch durch die Behörden" zum Vorgehen der Behörden im Zulassungsverfahren von Glyphosat deckt unverantwortliche Verschleierungstaktiken auf: Studien, die Krebsbefunde aufwiesen, wurden aus dem Zulassungsprozess ausgeschlossen und "historische Kontrollen" genutzt, um Tatsachen bis zur Unkenntlichkeit zu verdrehen. Einen Kurzbericht finden Sie hier.

Verbraucherschutzbericht M-V veröffentlicht - Pestiziddämpfe mit Knoblauchgeruch in Kontext gesetzt

Der Bericht "Verbraucherschutz im Fokus 2016" widmet sich ab Seite 56 der Pestizidproblematik. Eine alternative Sichtweise zur Gesundheitsgefahr von Pestiziden können Sie unserer Literatursammlung entnehmen.

Meilenstein gegen Ackergifte: 1 Million Unterschriften gegen Glyphosat

Nunmehr über eine Million Europäer haben eine Europäische Bürgerinitiative (EBI) unterzeichnet, um Glyphosat zu verbieten, das EU-Pestizid-Genehmigungsverfahren zu reformieren und verbindliche Ziele zu setzen, um die Verwendung von Pestiziden in der EU zu verringern. Diese Europäische Bürgerinitiative hat die Anforderungen der EU in weniger als fünf Monaten erreicht und ist damit die am schnellsten wachsende EBI, seit die EU dieses Instrument im Jahr 2012 eingeführt hat.

Die Europäische Kommission ist nun gesetzlich verpflichtet, auf die Forderungen der Europäer zu antworten und sie bei ihren anstehenden Entscheidungen zu beachten.

Glyphosatbewertung erneut in Frage gestellt

Christopher Portier, ehemaliger Direktor des National Institute of Environmental Health Sciences der USA weist dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), der Europäischen Lebensmittelbhörde (EFSA) und der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) eklatante Fehler bei der Glyphosatbewertung nach ... . Wiedereinmal ist die Frage zu stellen: Ist Wissenschaft käuflich?

Neue Bauernregeln veröffentlicht

Das Bundesumweltministerium hat eine künstlerische Interpretation der brennenden landwirtschaftlichen Themen publiziert. Auf eine Gesamtgesellschaftliche Diskussion mit zeitnahen Folgen lässt sich hoffen.

Fichte ist Baum des Jahres 2017

Der „Brotbaum der deutschen Forstwirtschaft" und seit dem 19. Jahrhundert der Weihnachtsbaum schlechthin - die Fichte. Lesen sie hier Wissenswertes über den von der Dr. Silvius Wodarz Stiftung gekürten Nadelbaum.