Die Initiative "Pestizidfrei - Ja Bitte!" engagiert sich seit 2019 im Bereich des Klützer Winkels im Nordosten von M-V. Quasi parallel zu den grünen Kreuzen der um ihre Zukunft fürchtenden pestizideinsetzenden Landbewirtschafter setzen viele Menschen in und um Klütz mit orangen Andreaskreuzen Zeichen gegen Agrarwüsten und für sauberes Trinkwasser.

Da ein Ende der Giftausbringungen - in unserer direkten Umgebung und weltweit - nicht in Sicht ist, ergänzten wir den grünen Emitter unseres ArGUS durch ein beleuchtetes orangenes Andreaskreuz. Möge es darauf aufmerksam machen, dass Giftausbringungen - insbesondere auch in der Nacht - nicht okay sind.

Die Folgen der Gifteinsätze sind omnipräsent. In unserer Broschüre zu den lokalen Ergebnissen der Baumrindenstudie 2018 wiesen wir die Verbreitung von Agrargiften und deren anhaltende Präsenz nach. Immer noch Zeit, zu handeln. 

Wer zurückblickt erkennt die Brisanz unserer Zeit

Autor Florian Hurtig verknüpft brillant und gut nachvollziehbar den Weg der Menschheit durch Jahrtausende der Kulturlandschaft. Dabei beschreibt er unter Verweis auf den aktuellen Stand der Forschung, wie Gesellschaften mit annähender Gleichberechtigung und großer Gleichheit nach und nach in autoritäre Strukturen umgewandelt wurden. Hochinteressant dabei ist der unmittelbare Bezug zur Art der Landbewirtschaftung: Während resiliente egalitäre Gesellschaften über Jahrtausende im Einklang mit dem ökologischen System leben konnten, führten autoritäre Strukturen, die ihre Ausbeiutungsmechanismen auf Monokulturanbau stützten, schnell zu Umweltkatastrophen und Hungersnöten. 

Ein extrem gut lesbares und aufrüttelndes Buch, das uns unser gegenwärtiges agrarindustrielles Anbau- und Denksystem einmal mehr kritisch hinterfragen lässt: Die Vergangenheit zeigt, dass Handlungen gegen die Natur schnell zum Untergang führen - und dass zumindest in der Vergangenheit - daraus Möglichkeitsfenster für eine bessere Gesellschat erwachsen.

Angriff auf die Meinungsfreiheit: Pressekonferenz Gerichtsprozess Südtirol gegen Pestizid-Kritiker. Die Südtiroler Gemeinde Mals kämpft seit vielen Jahren gegen Pestizidausbringungen. Angeklagt sind nun neben dem Bürgermeister, dem Kopf einer Bürgerinitiative auch Karl Bär des Umweltinstitut München, dem Buchautor Alexander Schiebel („Das Wunder von Mals“) und den Verleger und Geschäftsführer des oekom-Verlages Jacob Radloff. Es handelt sich offensichtlich um einen SLAPP, um Kritik zu ersticken. Der Kampf gegen eine übermächtige Allianz aus Bauernbund, Landesregierung und Agrarindustrie geht weiter ... .




Termine

Aufgrund der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie finden derzeit keine Führungen statt. Sie können die Blühflächen jedoch 24/7 besuchen!

Die Coronakrise - die nach den Worten von Kanzlerin Merkel die für Deutschland größte Herausforderung seit Ende des zweiten Weltkrieges - wird unser aller Leben nachhaltig verändern. Helfen Sie mit, die Anzahl der infizierten Menschen nicht noch weiter ansteigen zu lassen, halten Sie großzügigen Abstand und besinnen Sie sich auf das, was wirklich wichtig ist: Gesundheit und ein gesundes Lebensumfeld.

Besuchen Sie gern zu redem Wetter unsere Blühflächen und schauen Sie dem Frühling beim Erwachen zu. Bitte halten Sie großzügigen Abstand zu allen anderen BesucherInnen.

Haben Sie vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihnen viel Kraft und gute Nerven in dieser schwierigen Zeit!


Veranstaltungen

Rund ums Jahr: Unsere Blühflächen

Nachdem wir bereits in den letzten Jahren knapp insgesamt knapp 10.000 m² Blühwiesen und Bienenweiden ansäten, kamen 2020 weitere 50.000 m² Blühflächen hinzu. Neben den mehrjährigen Blühern vom letzten Jahr wurden auch die diesjährigen Einsaaten zum El-Dorado für Insekten und Wildtiere. Kommen Sie vorbei und werfen Sie einen Blick auf Blühflächen und Benjeshecken ... . Unsere Karten weisen Ihnen den Weg.

Die Abbildung zeigt eine Karte des Beobachtungsfeldes. Der eingezeichnete Rachel-Carson-Weg umgibt verschiedene Blühflächen: Mössinger Bienenweide, Veithöchsheimer Nützlingsstreifen, Blumenwiese und Wildackerflächen sind zu sehen. Unten rechts im Bild ist der Standort des Beobachtungsturms zu sehen, welcher das Argus-System trägt und zu dessen Füßen zahlreiche Bienenstöcke Platz finden.